Chronik des Evangelischen Posaunenchores Abtswind

 

Vorwort

 Die ersten in Deutschland bekannten Posaunenchöre entstanden in den Herrnhuter Brüdergemeinden . So wurden im Jahre 1731 in Herrnhut , 1742 in Niesky , 1743 in Gnadendorf / Schlesien , 1750 Gnadenfrei und 1773 in Neuwied erste Posaunenchöre gegründet . 

 Für die bayerischen Posaunenchöre sind  jedoch die Posaunenchöre des Minden – Ravensburger Landes in Westfalen prägend, weil diese schon überörtliche Bedeutung im Gegensatz zu den Herrnhutern besaßen.

1843 gründete Pastor Heinrich Volkening in Jöllenbeck den ersten Posaunenchor neuer Prägung . In den Jahren nach 1853 nahmen sich Pastor Eduard Kuhlo und sein Sohn Pastor Johannes Kuhlo den in Westfalen entstandenen Posaunenchören an. Sie sammelten für Posaunenchöre passendes Notenmaterial aus dem dann das bekannte Posaunenbuch Kuhlo I entstand.

In Bayern wurde der erste Posaunenchor im Jahr 1866 in Neuendettelsau gegründet, der sich dann aber um 1878 wieder auflöste. 1886 gründete sich der Chor in Wettelsheim , 1890 in Lichtenstein , 1892 in Affalterthal , 1893 / 1894 in Kunreuth , Großengsee und Hilpoltstein . Zwischen 1891 und 1894 gründete Vikar Alfred Mehl in Nürnberg – Gostenhof den ersten Posaunenchor in Nürnberg . 1899 wurde dann der  Posaunenchor des CVJM Nürnberg gegründet. Die Bläser dieser beiden Nürnberger Chöre wirkten in und außerhalb Nürnbergs an verschiedenen kirchlichen Veranstaltungen mit und wurden so zu Gründervätern der Posaunenchöre im evangelischen Bayern.

 Die Gründungszeit bis 1914

 Im Jahr 1904 gründete der in Greuth tätige Oberlehrer Will einen Posaunenchor dessen Bläser aus den Gemeinden  Abtswind , Greuth und Castell stammten.

Die Gründungsmitglieder sind heute noch namentlich bekannt :

Aus Abtswind :

Georg Aschenbacher   1. Stimme
Konrad Hanselmann    1. Stimme
Fritz Schlegelmilch      1. Stimme       
Fritz Steigerwald          Flügelhorn
Martin Schlegelmilch    2. Stimme, später Tenor
Johann Schlegelmilch   Baßposaune

                        

Aus Greuth :

Wolfgang  Brügel Helikon
Michael Herrmann
Wolfgang Heinlein
    1. Stimme       
Oberlehrer Will           Chorleiter

 

Aus Castell :
Martin Schmitt
Peter Hasslauer

 In der Gründungszeit traf man zweimal in der Woche zum Proben, einmal in Greuth und einmal in Abtswind. Die Instrumente waren zuerst Chorbesitz und zum Teil zwei- und dreifach besetzt. Weil es auf Dauer nicht möglich war den Chor aus drei Gemeinden aufrecht zu erhalten faßte man den  Beschluß den Chor in Abtswind anzusiedeln. Die Instrumente wurden von den Chormitgliedern käuflich erworben, nur das Helikon blieb bis zum heutigen Tag Choreigentum.
In dieser Zeit schon nahm der Chor bereits an Veranstaltungen außerhalb der Gemeinde teil. So wurde am Posaunentag in Ansbach und an der Einweihung des christlichen Hospizes in Nürnberg teilgenommen. Hierbei nahm man vierstündige Fußmärsche zu den Bahnstationen in Marktbreit und Markt Bibart billigend in Kauf.
Bei Ausbruch des ersten Weltkriegs wurden die alten, erfahrenen Bläser zum Kriegsdienst eingezogen und Oberlehrer Will versetzt.

Die Jungbläser der Jahre 1911 und 1913 bliesen jedoch weiter auf den in der Kinderschule verwahrten Instrumenten.

 

Die Zeit zwischen den Kriegen

 1919 begann der Chor wieder regelmäßig zu üben und aufzutreten.

Der erste erwähnte Auftritt war am 14. März 1920 im Rahmen eines Familienabends im Saal der Gastwirtschaft Brand ( Stern ) hier wurden 74 Mark ( Reichsmark ) eingelegt. Diese Einlage erwies sich als kostendeckend , es konnten sogar Rücklagen gebildet werden, die dann aber die große Inflation auffraß. Auch aus dieser Zeit sind noch ein Großteil der Bläser bekannt.

So der ehemalige langjährige Bezirksposaunenwart Fritz Schlegelmilch, der trotz Kriegsverletzung wieder mitgeblasen hat. Hier folgt nun die Liste der noch namentlich bekannten Bläser dieser Zeit :

                  Fritz Schlegelmilch                                   Michael Schlegelmilch
                  Martin Schlegelmilch                               Johann Burlein
                  Heinrich Schlegelmilch                            Johann Viehbeck
                  Michael Fink                                            Simon Schilling
                  Georg Scherer                                          Leonhard Elflein
                  Karl Mümpfer                                           Konrad Büttner
                  Heinrich Hanselmann                              Andreas Müller

Seit dem Jahr 1921 begrüßt der Posaunenchor das neue Jahr durch Choralblasen vom Turm der Pfarrkirche. Auch spielte man an den hohen Feiertagen Ostern, Pfingsten und Weihnachten auf dem Turm. Auch Auftritte außerhalb Abtswinds zeigen , dass der Chor überall im Umland ein stets gerngesehener und gern gehörter Gast war. So nahm man an den Landesposaunentagen in Ansbach, Würzburg und Nürnberg teil. Bei den Chorgründungen in Wiesenbronn und Haag unterstützte der Abtswinder Chor die dortigen Chöre mit Rat und Tat.

Die Einweihung der Kirche in Haag gestalteten die Bläser aus Abtswind zusammen mit dem neu gegründeten Posaunenchor Haag zu dem auch heute noch ein gutes Verhältnis besteht. 

Am 26. August 1928 wurde Herr Dekan Pöhlmann in Abtswind mit einem feierlichen Gottesdienst, der unter anderem vom Posaunenchor umrahmt wurde, verabschiedet.

Am 8.4.1929 wurde Pfarrer Ludwig Luther in Abtswind empfangen und am 28.4.1929 installiert. Pfarrer Luther dirigierte dann den Posaunenchor.

 

Am Erntedankfest 1929 feierte der Chor sein 25- jähriges Jubiläum . Das Programm ist noch in Grundzügen bekannt. Bemerkenswert ist der Termin des Festes am 17. November 1929:

Morgens Blasen auf dem Friedhof;
Anschließend Standmusik auf dem Marktplatz durch die Chöre
Abtswind , Wiesenbronn und Haag;
14 Uhr Festgottesdienst mit Pfarrer Luther, Dekan Fichtbauer
 und Gründer Oberlehrer Will.
Es spielten die vereinigten Posaunenchöre Abtswind - Wiesenbronn – Haag

 Am Freitag, dem 20. Dezember 1929 fand in der Abtswinder Pfarrkirche eine musikalische Adventsfeier statt. Diese Feier gestalteten Herr Lehrer Döberich aus Dürrnbuch, der Kirchenchor und die vereinigten Posaunenchöre aus Haag und Abtswind.

Der Gauposaunentag in Marktbreit am 17. Mai 1931 wurde vom Tod des Abtswinder Bläsers Leonhard Elflein, der im Main ertrank, überschattet.

Während dieser Zeit probte der Chor dienstags und freitags im Nebenraum der Kinderschule. Auch legte Pfarrer Luther das Amt des Chorleiters nieder, da er anderweitig beansprucht war. Pfarrer Luther blieb dem Chor jedoch weiterhin als Chorobmann erhalten.

Nach den ersten noch vorhandenen Fragebögen des Posaunenchorverbandes aus dem Jahr 1936 läßt sich folgender Zustand des Chores rekonstruieren:

Der Chor besteht aus 8 Bläsern und
übt im Sommer sonntags und im Winter werktags in der Kinderschule.
Pfarrer Luther ist Chorobmann und Chorleiter.
Der Chor besitzt 4 Flügelhörner ( Kuhlohorn ), 2 Tenorhörner,
1 Posaune, und 1 Helikon
Literatur : Kuhlo I, II, III; Choralbuch ( Zahn )

 In der Zeit des Nationalsozialismus begleitete der Posaunenchor die Gemeinde bei Gottesdiensten, spielte auf dem Turm, weiterhin kamen Einsätze beim Marsch von und zum Kriegerdenkmal beim Heldengedenktag, am 9. November und bei der NSV- Weihnachtsfeier hinzu. Die Kirchengemeinde unterstützte den Chor finanziell durch die Kollekte bei den Abendmahlsfeiern.

Im Jahr 1937 wurde dem Verband im jährlichen Fragebogen mitgeteilt , dass die Chorleitung an Georg Scheerer übergegangen ist und Pfarrer Luther weiterhin als Chorobmann fungiert. Außerdem habe sich im Vergleich zum Vorjahr keine Änderung der Bläseranzahl ergeben.

1938 wurde dem Verband keine Veränderung des Chorzustands von 1937 bekannt gegeben. Aus den vorliegenden, teilweise sich widersprechenden Quellen lassen sich folgende Bläser in den Jahren bis 1939 nachweisen:

                  Georg Scheerer                                                    Martin Schlegelmilch
                  Johann Mahr (
Mahrer Schuster )                           Andreas Eberlein
                  Hans Krauß                                                           Johann Viehbeck
                  Simon Schilling (
Schillings Schreiner )                  Heinrich Schlegelmilch
                  Johann Burlein
                                                    Karl Mümpfer
                  Michael Fink                                                         Martin Koos
                  Christian Koos                                                       Wolfgang Geiger

 Bei Kriegsausbruch 1939 wurden die wehrpflichtigen Bläser eingezogen. Dadurch war es nun, wie im 1. Weltkrieg, nicht mehr möglich einen spielfähigen Chor zusammenzubringen. In allen vorliegenden Quellen wird jedoch betont, dass das blasen nicht verboten wurde.

 

Die Zeit nach 1945

 Im Fragebogen des Verbandes der evangelischen Posaunenchöre in Bayern vom 1. Juli 1946 gibt der Chorvorstand ( Obmann ) Pfarrer Luther die kurze Auskunft : Chor ruht noch !

 Nach den Erinnerunguen von Dr. Hans- Heinz Kopp sammelte Herr Pfarrer Luther im Verlauf des Sommers und Herbstes 1946 junge begabte Männer, um sie von Hans Krauß im Posaunenspielen unterrichten zu lassen. Herr Dr. Kopp und Otto Weitz erlernten das Blasen auf der Grundlage des Fingersatzes.

Am 28. Januar 1947 wird der Posaunenchor wieder zum Leben erweckt und tritt bereits am 20. April am Tag der evangelischen Jugend im Gottesdienst auf.

Die Bläser, die den Chor wiedererweckten waren:

                           Hans Krauß                                                 Andreas Eberlein
                           Jakob Mahr                                                 Rudolf Höfer
                           Rudolph Krämer                                         Otto Schilling
                           Heinrich Schlegelmilch jun.                        Georg Tallner
                           Karl Fink                                                     Karl Mümpfer ( Dirigent )
                           Leonhard Tallner                                        Georg Roth ( Dirigent )
                           Ludwig Schilling

           

Im August des Jahres 1947 wurde die Kirche renoviert. Die Gottesdienste fanden zuerst in der Friedhofshalle, bei Eintritt kühleren Wetters im oberen großen Saal der Kinderschule statt. Während der Renovierung begleitete der Posaunenchor den Gesang der Gemeinde.

Am 16. November 1947 findet der erste Gottesdienst in der erneuerten Kirche statt.

Der Poaunenchor umrahmt die Abendmahlsfeiern am Nachmittag und abends.

In den Jahren 1948 bis 1954 erweist sich die Quellenlage sehr lückenhaft. Es lassen sich folgende Ereignisse jedoch sicher belegen:

            18. 4. 1948 ( Jubilate ): Tag der evang. Jugend:
                             Morgensingen und Blasen an 2 Plätzen im Ort

            4. 3. 1949: Gemeindeabend in der „ Krone“ unter Mitwirkung von Posaunenchor und Gesangverein

            8. 5. 1949: Jugendtag; der Posaunenchor bläst vom Turm

            1954 wird der Posaunenchor 50 Jahre alt. Am 28. Februar fand ein Gemeindeabend mit Lichtbildervortrag statt. Der Posaunenchor, der Kirchenchor und die Konfirmanden umrahmen den Abend.

Im Hebst feiert der Chor sein Jubiläum bei einem gemütlichen Abend in der „ Krone“.

Es dirigiert Fritz Schlegelmilch, einer der Gründer, der zu dieser Zeit als Bezirkschorleiter fungiert. Zu diesem Abend wurden alle ehemaligen Bläser und die gesamte interessierte Bevölkerung eingeladen.

Am 15. 12. 1954 fand ein Gemeindeabend in Abtswind statt. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Heinlein, hielt eine Ansprache über die Adventszeit, es folgte ein Vortrag des Berufsarbeiters Hoffschildt vom Gustav-Adolf-Werk mit dem Thema: „Stärket Eure Brüder!“ Hier wirkten der Posaunenchor, der Kirchenchor, die Konfirmanden und Frl. Lehrerin Leubner als Solistin mit.

(Am 21. 8.1955 fand eine Konferenz der landeskirchlichen Gemeinschaft in unserer Kirche mit 4 Rednern statt. Für diese Konferenz wurden aus den anwesenden Bläsern und Sängern und Sängerinnen ein gemischter Chor und ein Massenchor gebildet.)

Am 20. 11. 1955 fand ein Gemeindeabend mit Lichtbildervortrag durch Pfarrer Heinlein statt. Er sprach über seine Gedanken zum Ewigkeitssonntag, berichtete über den Stand der Kichenrenovierung; auch dieser Gemeindeabend wurde wieder vom Kirchenchor, Posaunenchor, den Konfirmanden und Frl. Lehrerin Leubner umrahmt.

Am 18. 12. 1955 wird die Kirche nach der Renovierung mit einem feierlichen Gottesdienst wieder genutzt.

1956 hat der Chorobmann Pfarrer Heinlein die traurige Pflicht dem Verband die Mitteilung zu machen, dass der Chor nur noch aus 7 Bläsern besteht. Zu dieser Zeit dirigiert Georg Roth aus Rüdenhausen den Chor.

Pfarrer Heinlein spricht zu dieser Zeit Menschen, von denen er denkt, dass sie der Kirchenmusik gegenüber aufgeschlossen sind, darauf an, ob sie im Chor mitwirken wollen. Dadurch wird der Chor am Leben erhalten.

Seit dem Jahr 1956 umrahmt der Posaunenchor nachweislich die Feier zum Volkstrauertag am Kriegerdenkmal zusammen mit dem Männergesangverein.

Am 3. 3. 1957 fand in der „ Krone“ ein Abend zugunsten der Kinderschule statt; hier wirkten die Kinderschulkinder, die Schüler der Unterstufenklassen der Volksschule, der Kirchenchor und der Posaunenchor mit.

Zum 350. Geburtstag des Liederdichters Paul Gerhardt fand am 17. 3. 1957 fand ein Paul-Gerhardt-Abend mit Lichtbildervortrag, Darbietungen des Posaunenchors, des Kirchenchors, Geigen- und Klaviervorträgen, sowie Prosa- und Gedichtvorträgen statt.

Im Jahr 1958 wurden verschiedene Instrumente repariert und überholt aus Pfarramtsmitteln wurden dafür 120,-- DM zur Verfügung gestellt; außerdem stellte die politische Gemeinde 100,-- DM für das Neueinbinden der vorhandenen Literatur zur Verfügung, weil der Posaunenchor auch bei allgemeinen öffentlichen Anlässen, wie dem Volkstrauertag u.s.w. spielt.

Am Bezirksposaunentag in Altenschönbach am 8. 6. 1958 nimmt auch der Posaunenchor Abtswind teil.

Seit dem Ewigkeitssonntag 1958 umrahmt der Posaunenchor die Nachmittagsfeier auf dem Friedhof.

1959 übernimmt Hans Krauß die Chorleitung von Georg Roth

Seit dem Volkstrauertag 1960 spielt der Posaunenchor auf dem Zug von der Kirche zum Kriegerdenkmal ( Kameraden-Trauermarsch und Gedenkmarsch im jährlichen Wechsel ).

Das Jahr 1961 bringt für den Posaunenchor einen erneuten Dirigentenwechsel, Herr Lehrer Lauerbach übernimmt die Chorleitung von Hans Krauß. Auch findet am 10. 9. 1961 wieder ein feierlicher Gottesdienst anlässlich der erneuerten Kirche statt. Dieser wird wiederum vom Posaunenchor und dem Kirchenchor umrahmt.

Bereits 1962 verläßt Lehrer Lauerbach Abtswind, seine Nachfolge im Lehramt und beim Posaunenchor übernimmt Lehrer Helmut Koch.

Durch das Wirken von Lehrer Koch konnte der Chor von 9 auf 18 Bläser aufgestockt werden. Am Landesposaunentag am 18. und 19.5.1963 nahm der Posaunenchor mit 10 Bläsern teil, damals musste jeder Bläser seinen eigenen Löffel für das Mittagessen selbst mitbringen.

Man fuhr mit dem Omnibus und hat die Rüdenhäuser mitgenommen, dennoch betrugen die Buskosten immer noch 13,-- DM für jeden Bläser. Hier wurde auch der ehemalige Bläser Ludwig Schilling in Oberkotzau besucht. Das Chormitglied Günter Hanselmann nahm am Posaunentag ebenfalls teil, fuhr jedoch nicht von Abtswind sondern von seinem damaligen Bundeswehrstandort Amberg mit dem dortigen Soldatenposaunenchor, den er mitgegründet hat, zum Posaunentag.

In der Pfarrchronik wurden folgende Mitglieder des Posaunenchors geführt:

                  Helmut Koch                          Georg Geiger                        Harald Zehnder
                  Hans Krauß                            Alfred Dallner                        Bernhard Weigand
                  Wolfgang Geiger                   Fritz Herrmann                      Hans Krauß jun.
                  Karl Fink                                Karl Eiselein                          Paul Krauß
                  Otto Schilling                         Hans Hack                             Klaus Lenz
                 
Gerhard Eckopf                     Günter Hanselmann
                  Rudolf Höfer                          Georg Tallner

 

Im Juni 1963 feierte die Freiwillige Feuerwehr Abtswind ihr 100- jähriges Jubiläum. Das aus diesem Grund veranstaltete Sonnwendfeuer umrahmten der Gesangverein und der Posaunenchor.

Am 21. April 1964 verabschiedete sich der Posaunenchor von seinem langjährigen Mitglied Martin Koos; hier wurde die Abtswinder Tradition begründet, wonach der Posaunenchor bei der Beerdigung seiner ehemaligen Mitglieder einen letzten Gruß am Grab nachruft.

Seit dem Dezember 1963 umrahmt der Posaunenchor die Weihnachtsfeier des TSV Abtswind.

 

Im Mai 1964 besuchte der Posaunenchor aus Oberkotzau bei Hof die Abtswinder Bläser mit einem Standkonzert, einem Gemeindeabend im Saal der Gastwirtschaft Barwig ( „Stern“ ), einem Gottesdienst, der von den vereinigten Posaunenchören gestaltet wurde, und einem gemütlichen Nachmittag auf dem Friedrichsberg konnten beide Chöre die anwesenden Dorfbewohner begeistern.

Am 14. Juni 1964 fand in Eichfeld der Bezirksjugendbekenntnistag statt. Hier nahm ein großer Teil des Posaunenchores teil und die Nachwuchsbläser aus Abtswind traten zum ersten Mal außerhalb der Ortsgrenzen auf.

Am 30. August 1964 besuchte der Posaunenchor im Rahmen eines Ausflugs die Zonengrenze im Bereich der bayerischen Rhön. Nach einem morgendlichen Bläsergruß fuhr der Chor mit dem Bus nach Ostheim vor der Rhön um dort den Gottesdienst zu gestalten. Im Anschluß fuhr man über Fladungen zum Kreuzberg um dann über Bad Kissingen wieder nach Abtswind zurückzukehren.

Am 6. Dezember 1964 feierte der Posaunenchor seinen 60. Geburtstag mit einem Familienabend im Saal der Gaststätte Barwig, bei dem das einzige damals noch lebende Gründungsmitglied Fritz Schlegelmilch aus der Anfangszeit des Chores berichtete. Lehrer Helmut Koch berichtete über die Aktivitäten und die Lage im Chor , wobei er besonders betonte, dass die Jungbläser von den älteren Bläsern gut aufgenommen und im Chor integriert worden sind. Außerdem haben sich einige der Jungbläser bereits eigene Instrumente gekauft. Seitdem Herr Koch den Chor übernahm spielte der Chor nicht nur in Gottesdiensten, sondern auch bei diversen Feiern der Abtswinder Vereine, auch bei den älteren Ortsbewohnern bei deren Geburtstagen ein Ständchen.

Beim Jubiläum 1964 waren folgende Bläser aktiv:

           

1.      Stimme:                                                                  Tenor

Hans Krauß sen.                                                  Otto Schilling
Hans Hack                                                           Rudolf Höfer
Wolfgang Geiger                                                 Klaus Lenz ( Jungbläser )
Hans Krauß jun. ( Jungbläser )                           Paul Krauß ( Jungbläser )
Georg Tallner ( Jungbläser )                              
Harald Zehnder ( Jungbläser )                           
                                                                             

2.      Stimme                                                                   Baß

Karl Fink                                                              Fritz Herrmann
Gerhard Eckopf                                                   Georg Geiger ( Tiefbaß )
Günter Hanselmann                                            
Alfred Dallner ( Jungbläser )                             
Bernhard Weigand ( Jungbläser )                      
 

Am ersten Advent umrahmte der Chor dann den Festgottesdienst in der hiesigen Pfarrkirche. Im Anschluß an den Gottesdienst wurden dann verschiedene Erinnerungsfotos auf der Kirchentreppe zur Orgelempore gemacht.

 

Im Jahr 1965 hatte der Posaunenchor bereits 19 Bläser, darunter befanden sich 7 Jugendliche.

 

Der Landesposaunentag vom 14.- 15. Mai 1966 in Passau stellte für die Mitglieder des Abtswinder Posaunenchores den Höhepunkt der Ära Lehrer Koch dar.

Der Posaunenchor Abtswind nahm mit 16 Bläsern daran teil. Im Omnibus nahmen wir die Posaunenchöre Rüdenhausen und Wiesenbronn mit. Der Tagungsbeitrag betrug 45,-- DM.

Dieser Landesposaunentag hat auf die Bläser einen starken Eindruck hinterlassen; noch heute schwärmen die Teilnehmer davon im Massenchor mit 6170 Bläsern mitgewirkt zu haben.

Auch bei diesem Chortreffen waren die Bläser wieder bei Privatleuten in der näheren und weiteren Umgebung Passaus untergebracht.

 

Das Programm des Posaunentags 1966 :

             Samstag, 14. Mai 1966 :

                         04:45 Uhr        Abfahrt in Abtswind

                        11:30 Uhr        Ankunft in Passau; Meldestelle  Nibelungenhalle

                        13:00 Uhr        Volksliederblasen an 12 Stellen der Stadt

                        14:30 Uhr        Hauptprobe Nibelungenhalle

                        19:30 Uhr        Feierstunde; Kuhlo- Gedenkfeier  Nibelungenhalle

                        21:00 Uhr        Serenaden an 2 Stellen in der Stadt

                       

            Sonntag, 15. Mai 1966

                         07:30 Uhr        Morgenmusiken an 30 Stellen der Stadt   

                         09:00 Uhr        Festgottesdienst mit Landesbischof
                                               Dietzfelbinger in der Nibelungenhalle ( nur für Bläser )

                        10:30 Uhr        Hauptprobe an der Nibelungenhalle
                                              anschl. Mittagessen ( Löffel mitbringen )

                        13:30 Uhr        Feierstunde in der Nibelungenhalle

                        15:00 Uhr        Abschlußversammlung 

 

Im Juni 1966 hatte die Kirchengemeinde keine Organistin; der Posaunenchor begleitete die Gottesdienste und führte gemeinsam mit dem Kirchenchor eine Kantate unter der Leitung von Lehrer Koch auf. Am 26. Juni wurde Dekan Kirchenrat Rudolf Mebs in Castell in den Ruhestand verabschiedet. Der Abtswinder Posaunenchor umrahmte zusammen mit den anderen Chören des Dekanats die Feierlichkeiten in Castell.

Am 2. September 1966 wurde Lehrer Helmut Koch mit einer großen Feier im Saal der Gaststätte Barwig verabschiedet, weil er am 1. September an seinen neuen Dienstort Ottensoos im Landkreis Lauf / Pegnitz versetzt worden ist.

Nach dem schnellen Weggang von Lehrer Koch übernahm der Bläser Wolfgang Geiger die Leitung des Chores.

Bis zum 1. Juli 1968 verringerte sich die Anzahl der Bläser auf 15 Bläser.

Am 2. Mai 1971 nahm der Abtswinder Posaunenchor am Landesposaunentag in Nürnberg mit 12 Bläsern teil. Auch zu diesem Chortreffen nahmen wir die Bläser aus Rüdenhausen, Wiesenbronn, Wiesentheid und Castell im Omnibus mit.

Im Juli 1972 fand in Wiesenbronn ein Posaunentag auf Bezirksebene ( Steigerwald ) anlässlich des 50. Gründungsjubiläums des Posaunenchors Wiesenbronn statt. An diesem Jubiläum nahmen wir mit der gesamten Mannschaft teil.

Im Mai 1973 fand in Bad Neustadt/ Saale das Nord-Unterfränkische Posaunenchortreffen statt. Dies wurde vom Chor als willkommener Anlaß für einen Ausflug genutzt.

Bis zum Jahr 1974 stabilisierte sich die Anzahl der aktiven Mitglieder auf 15, darunter erstmals eine Frau.

Am Himmelfahrtstag 1974 fand ein Bezirkstreffen der Posaunenchöre des Bezirks Steigerwald in der Kirche von Castell statt. Am Nachmittag feierte dann der gesamte Bezirk den 50. Geburtstag des Posaunenchors Haag / Rehweiler am CVJM Heim in Haag.

Im Jahr 1976 feierte der Casteller Posaunenchor am 16. Mai seinen 50. Geburtstag im Casteller Schlosspark mit einem Posaunentag bei dem 700 Bläser teilnahmen.

Seit dem Jahr 1976 wird am 17. Juni der Schwanbergtag als Treffen evangelischer Gemeinden auf dem gleichnamigen Berg auf dem Gelände der Communität Casteller Ring gefeiert. Auch hieran nimmt der Posaunenchor, zumindest mit einigen Bläsern im dort gebildeten Massenchor teil.

Im Jahr 1976 wurde in Abtswind das Haus des Gastes als Saalbau für die am Ort ansässigen Vereine eingeweiht, auch hier beteiligte sich der Posaunenchor aktiv mit Musikstücken aus mehreren Jahrhunderten.

Ebenfalls seit dem Jahr 1976 hat sich die Tradition des Geburtstagsblasens in Abtswind in erweiterter Form eingebürgert. Der Posaunenchor spielt bei folgenden Geburtstagen, wenn die Jubilare dies wünschen : 75 – 80 – 85 – 90, 91, 92, 93, …. 

Am 12. und 13. Mai 1979 beging der Posaunenchor Abtswind sein 75- jähriges Gründungsjubiläum mit einem Bezirksposaunentag unter dem Motto:

            Gott loben – das ist unser Amt

 An diesem Jubiläum hatten folgende Bläser ihren ersten öffentlichen Auftritt :

                  Thomas Eckopf                               Peter Hofmann

                  Heinrich Elflein                               Herbert Schwanfelder

 Das Programm umfasste einen gemütlichen Abend für aktive Bläser und geladene Gäste im Haus des Gastes. An diesem Abend ergriffen einige ehemalige Bläser noch einmal die Gelegenheit auf einem Instrument ihre Lieblingsstücke zu intonieren, und auch wenn es mehrerer Liedverse bedurfte, waren sie in der Lage, Stücke aus dem Kuhlo I und dem Liederhort zur Freude der Anwesenden aufzuführen, das Ganze ohne Probe.

Am Sonntag fand um 8:00 Uhr ein Anblasen vor der Kirche statt, bei dem aber manche Bläser, vom Vorabend belastet, zu spät erschienen.

Um 8:15 fand am Marktplatz und am oberen Tor eine Morgenmusik statt. Am Festgottesdienst um 10:00 Uhr unterstützten die Bläser aus Gerolzhofen und Krautheim den Jubelchor.

Um 11: 30 Uhr traf man sich dann auf dem Marktplatz zum Volksliederblasen unter der Leitung von Bezirkschorleiter Fritz Albert aus Gerolzhofen. Hier stieß auch KMD Werner Göttle vom Posaunenverband und der ehemalige Chorleiter Helmut Koch zu den Bläsern.

Nach dem Auftritt auf dem Marktplatz luden die Abtswinder Bläser die Gerolzhöfer und Krautheimer Bläser in das Gasthaus zum Steigerwald zum Mittagessen ein.

Bereits um 13:30 Uhr fand die gemeinsame Probe im Haus des Gastes statt. Den offiziellen Abschluß des Posaunenchortreffens bildete die Bläserfeierstunde um 14:15 im großen Saal des Haus des Gastes . Hier ehrte Herr KMD Werner Göttle langjährige Bläser für ihre Treue zum Chor und überreichte dem Chor die Ehrenurkunde des Verbandes evangelischer Posaunenchöre in Bayern e.V.

Nach dem offiziellen Ende mit dem Bachsatz von „ Gloria sei Dir gesungen“ , bei dem unser Chor die Anwesenden Dirigenten angenehm überraschte, weil unser Chorleiter mitgeblasen hat, setzte man sich mit den Ehrengästen im Keller zu ein paar Schoppen Wein zusammen.

Da am Samstag beim kalten Buffet eine Menge übriggeblieben war, trafen sich die aktiven Bläser am Montagabend zu einer kurzfristig angesetzten Probe, um den Saal aufzuräumen und die „Platten zu putzen“.

Die aktiven Bläser am Jubiläum waren:

                   Wolfgang Geiger                             Thomas Eckopf                      Fritz Elflein

                  Hans Krauß                                     Gerhard Eckopf                     Heinrich Elflein

                  Irmgard Schwanfelder                    Alfred Schwanfelder              Peter Hofmann

                  Harald Zehnder                               Günter Hanselmann               Emil Hanauer

                  Hans Hack                                      Alfred Dallner                        Fritz Herrmann

                  Herbert Schwanfelder                     Klaus Lenz                             Georg Geiger

 Weiterhin unternahm der Posaunenchor im Jahr 1977 einen Ausflug nach Kipfenberg, Kehlheim, Kloster Weltenburg und Regensburg. Die Bläser waren von den Buskosten befreit und erhielten ein Zehrgeld von 20,-- DM.

Am Abschlussgottesdienst des deutschen evangelischen Kirchentages am 17.06.1979 in Nürnberg nahmen die vereinigten Posaunenchöre des Bezirks Steigerwald teil. 

Am 29. Juni 1980 besuchte der Posaunenchor seinen ehemaligen Chorleiter Herrn Helmut Koch in Lauf an der Pegnitz . Nach dem Gottesdienst und Mittagessen in Osternohe unternahmen die Mitreisenden eine Besichtigung der Maximilianshöhle. Am Abend besuchte die Reisegesellschaft die Altstadt von Lauf und das dortige Altstadtfest. Hier bot sich für die Bläser die Gelegenheit den Turmbläsern zuzuhören.

Am 16.5.1982 fuhr der Posaunenchor an den Untermain nach Amorbach, ins Elfenbeinmuseum Erbach und Kloster Engelberg. Nach dem Morgenblasen auf dem Marktplatz vor der Abfahrt besuchten wir den Gottesdienst in Kleinostheim, an dem wir aktiv als Bläser mitwirkten.

Im Jahr 1983 bereiste der Posaunenchor Oberfranken. Am 5. Juni fuhren wir nach einem Morgengruß am Marktplatz mit dem Omnibus ins Coburger Land nach Gemünda um den Gottesdienst dort zu gestalten. Am Nachmittag besuchte dann der Posaunenchor die Veste Coburg.

1984 wurde der Posaunenchor 80 Jahre alt. Anstelle einer Jubiläumsfeier wurde beschlossen, daß man lieber einen Ausflug unternehmen würde. So fuhr man an Johanni ( 24.06.) in die Rhön. Wir besuchten den aus Abtswind stammenden Fritz Elflein in Aubstadt. Nach dem Mittagessen besuchten wir das Freilandmuseum in Fladungen und kehrten auf der Heimfahrt auf dem Kreuzberg ein.

Am 30. Juni 1985 zog es den Posaunenchor wieder in die Ferne. Wir fuhren ins Fichtelgebirge nach Wunsiedel ins Felsenlabyrinth der Luisenburg.

Am 28. Juni 1987 überquerte der Posaunenchor die Grenze des Freistaates Bayern zum Ausflug nach Württemberg. Wir besuchten den Gottesdienst in Züttlingen bei Heilbronn und beobachteten die Flugvorführungen der Greifvögel auf Burg Guttenberg. Bei den Ausflügen seit 1982 nahmen wir die jungen Damen des damals bestehenden Liturgischen Chores mit.

Am 24.4.1988 besuchte der Abtswinder Posaunenchor den Unterfränkischen Posaunentag in Bad Neustadt an der Saale. Nach dem Gottesdienst fand die Hauptveranstaltung auf dem Marktplatz der Kurstadt statt.

Den Gottesdienst zur Einweihung des neuen Feuerwehrhauses an der Rehweiler Straße umrahmte der Posaunenchor am 30. 6. 1989 in bewährter Weise.

Am 17. Juni 1990 fand der Ausflug des Posaunenchors nach Wolfring in der Oberpfalz statt. Wir umrahmten dort den Gottesdienst in der Diasporagemeinde. Nach dem Mittagessen besichtigten wir das Freilandmuseum in Nabburg.

Im Jahr 1990 verließ Pfarrer Rudolf Kniewasser nach 28 Jahren Dienst die Gemeinde Abtswind um seinen verdienten Ruhestand anzutreten.

Nach langer Zeit fand am 13. und 14. Juli 1991 endlich wieder einmal ein Landesposaunentag statt. Wir nahmen am 14. Juli am Gottesdienst im neu renovierten Frankenstadion in Nürnberg teil.

Ende September 1991 beging die Freiwillige Feuerwehr ihr 100 jähriges Jubiläum mit der Ausrichtung des Kreisfeuerwehrfestes. Der Posaunenchor wirkte am Zug zum und vom Kriegerdenkmal und am Hauptgottesdienst mit Fahnenweihe mit. Auch bei diesen weltlichen Anlässen konnte der Chor durch die Qualität seiner aufgeführten Stücke überzeugen.

Im Jahr 1991 musste der Chor aber auch zwei seiner langjährigen, verdienten Mitbläsern Fritz Herrmann und Rudolf Höfer ein letztes Lebewohl auf dem Friedhof nachrufen.

Das Jahr 1993 brachte den Posaunenchören in Bayern ein neues Choralbuch, das im Zusammenhang mit dem neuen Gesangbuch bayernweit eingeführt wurde. 1993 brachte dem Posaunenchor Abtswind den Generationswechsel in der Leitung des Chores. Wolfgang Geiger übergab die Chorleitung an Emil Hanauer und ist seit dieser Zeit nur noch als Chorobmann und Bläser in der ersten Stimme aktiv.

Am 19. Juni 1994 fand unter der Leitung unserer Pfarrerin Adelheid Augustin ein Gemeindeausflug in ihre ehemalige Wirkungsstätte Kronach statt. Der Posaunenchor umrahmte den Gottesdienst.

Am 17. Juli 1994 beging der Posaunenchor seinen 90. Geburtstag mit einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche Abtswind. Im Rahmen dieses Gottesdienstes ehrte Posaunenwart Hans Knöllinger aus Nürnberg die langjährigen Bläser :

                   Wolfgang Geiger ( 36 Jahre )                  Klaus Lenz ( 31 Jahre )

                  Günter Hanselmann ( 36 Jahre )             Hans Kraus ( 30 Jahre )

                  Gerhard Eckopf  ( 35 Jahre )                    Alfred Schwanfelder ( 25 Jahre )

                  Alfred Dallner ( 31 Jahre )

 Außerdem wurden die Verdienste von Wolfgang Geiger für 27 Jahre Chorleitertätigkeit gebührend gewürdigt.

Am Gemeindeausflug nach Aschaffenburg im Juli 1995 nahmen 6 Bläser teil.

Den Landesposaunentag am 21. Juli 1996 in Nürnberg, bei dem Herr Landesposaunenwart Konrad Köstner in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet wurde, besuchten auch die Abtswinder Bläser. Anstatt wie sonst üblich mit dem Bus, fuhren die Bläser diesmal mit ihren PKW nach Nürnberg ins Frankenstadion.

Am 21. Juni 1998 veranstaltete die Freiwillige Feuerwehr im Feuerwehrgerätehaus einen Tag der offenen Tür. Hier umrahmte der Posaunenchor den Festgottesdienst wieder souverän.

Der Posaunenchor der Nachbarortschaft Rüdenhausen beging am 21. Mai 2000 sein 40 jähriges Bestehen mit einem Festgottesdienst. Hier wirkten wir im Bezirkschor mit. Im Anschluß an den Gottesdienst trugen wir auf dem Rüdenhäuser Marktplatz zur Freude der Zuhörer einige Lieder aus unseren Liederbüchern Kuhlo I, Kuhlo II und Jesu Name I vor.

Die Familie Behringer feiert im Rahmen ihres Hofschoppenfestes seit dem Jahr 2000 am ersten Juliwochenende einen ökumenischen Gottesdienst unter freiem Himmel vor ihrer Kapelle in den Weinbergen bei ihrem Weingut. Diesen Gottesdienst umrahmt der Posaunenchor musikalisch und begleitet den Gesang der versammelten ökumenischen Gemeinde.

Am 6. August 2000 wurde das Pfarrersehepaar Augustin in einem feierlichen Rahmen verabschiedet. Der Posaunenchor umrahmte sowohl den Gottesdienst als auch die sich daran anschließende Verabschiedung im Haus des Gastes.

Am 17.3.2001 beging Herr Karl Behringer, der Seniorchef des Weinguts Behringer, seinen 80. Geburtstag. Beim Dankgottesdienst begleitete der Posaunenchor den Gesang der Gemeinde und brachte im Anschluß dem Jubilar ein Ständchen. Am Mittagessen nahm dann der Bayerische Innenminister Dr. Günter Beckstein aus Nürnberg teil und Herr Karl Behringer wurde zum Ehrenbürger des Marktes Abtswind ernannnt.

Am 3. August 2002 erreichte unser neuer Pfarrer Herr Michael Kastner Abtswind . Zusammen mit seiner Frau Gitana kam er zu Fuß aus Rüdenhausen. Der Posaunenchor und die Gemeindeglieder erwarteten das Ehepaar um 19:00 Uhr am unteren Tor. Wir begrüßten den neuen Pfarrer mit dem Choral „Dir, Dir, o Höchster will ich singen“ und dem Lied „Der Herr, mein Hirte, führet mich“.

Am 22. September 2003 verstarb der langjährige Bläser Günter Hanselmann. Der Posaunenchor verabschiedete sich am 25. September in ergreifender Weise auf dem Friedhof am offenen Grab von ihm.

Heute im Jubiläumsjahr 2004 besteht der Posaunenchor aus folgenden Mitgliedern:

 1. Stimme :                                        Tenor:

Wolfgang Geiger                     Klaus Lenz
Thomas Eckopf                        Fabian Layh
Rainer Sauerbrey                    Gitana Kastner
Klaus Scherer
Konrad Hanselmann             
   Baß:
                                                 Reinhold Geiger
                                                 Heinrich Elflein


2. Stimme:                                               

Gerhard Eckopf                             
Alfred Schwanfelder
Manfred Höfer                      
Chorleiter:
Manfred Hümmer                  Emil Hanauer

 

Abtswind im Mai 2004, Konrad Hanselmann

 

100 jähriges Posaunenchorjubiläum 2004

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Ostermorgenblasen 2007 in Abtswind

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Quellen:
§
         Interviews mit ehemaligen Bläsern (Heinrich Schlegelmilch, Andreas Eberlein, Hans Hack, Dr. Hans-Heinz Kopp),
           sowie Erlebnisberichte der aktiven Bläser
§
         Erhebungen des Verbandes evangelischer Posaunenchöre in Bayern, Nürnberg
§
         Auszüge aus der Pfarrchronik Abtswind
§
         Auszüge aus der Festschrift zum 30. Jubiläum des Posaunenverbands, Nürnberg 1952
§
         Privatarchiv Lehrer Helmut Koch, Eckental
§
         Auszug aus der Dekanatschronik Castell
§
         Diverse Zeitungsartikel aus Main-Post und Kitzinger Zeitung